Sonntag, 4. Dezember 2016

Das Jahr des Taschenbuchs: Mein Buchkauf im November [#jdtb16]


Das Jahr und damit auch die Aktion Das Jahr des Taschenbuchs neigt sich dem Ende zu. Die Wunschliste für neue Taschenbücher ist natürlich noch sehr lang, aber da ich im Laufe des Sommers gemerkt habe, dass ich viel zu wenig von jungen deutschen AutorInnen lese, war ich mir schnell darüber klar, dass ich mich für meinen Buchkauf im November eben auf diese Gruppe beschränken wollte. Zudem hatte ich mir zur Mitte des Jahres für die Aktion vorgenommen, möglichst Bücher von verschiedenen Verlagen zu kaufen und zu lesen. Ich wollte die Verlage ja möglichst breit gefächert unterstützen. Damit fielen dtv, btb, Berlin Verlag, Dumont, Kein & Aber, Fischer, Piper und Ullstein mittlerweile weg, denn von diesen Verlagen habe ich dieses Jahr bereits ein oder mehrere Bücher gekauft. Entschieden habe ich mich letztlich für:



Ist es leichter glücklich oder unglücklich zu sein? 
Von Griechenland bis Niedersachsen, von den Fünfzigerjahren bis in die Gegenwart: In ihrem neuen Roman erzählt Vea Kaiser in ihrem einzigartigen Ton von der Glückssuche einer Familie und deren folgenreichen Katastrophen, von Möchtegern-Helden und Herzensbrechern. Und von der großen Liebe, die man mehrmals trifft. In einer niedersächsischen Kleinstadt wird die Erotik der deutschen Sprache entdeckt. In der österreichischen Provinz sehnt sich ein skurriler Schlagerstar nach einer Frau, die er vor 40 Jahren verlor. In einer Schweizer Metropole macht ein liebeskranker Koch dank pürierter Ameisen Karriere. Und auf einer griechischen Insel sucht ein arbeitsloser Gewerkschafter verzweifelt seinen Ehering, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Doch alles beginnt in einem vom Krieg entzweiten Dorf an der albanisch-griechischen Grenze. [...] Mit hinreißender Tragikomik, einem liebevollen Blick für Details und furioser Fabulierlust folgt Vea Kaiser der Geschichte einer unvergesslichen Familie, die auseinandergerissen werden musste, um zusammenzufinden. Ein Roman über das Aushalten von Sehnsucht und Einsamkeit, über Neuanfänge, Sandburgen für die Ewigkeit und die Schönheit des Lebens als Postkartenmotiv.
 
(Quelle: http://www.kiwi-verlag.de/buch/makarionissi-oder-die-insel-der-seligen/978-3-462-04742-4/)

Bereits seit Vea Kaiser 2012 in einer Literaturbeilage der Zeit vorgestellt wurde, wollte ich etwas von ihr lesen. Zu ihrem Debüt Blasmusikpop bin ich allerdings nie gekommen. Vielleicht auch, weil mich die österreichische Provinz 2012 noch nicht so sehr interessierte. Als nun letztes Jahr Kaisers zweites Buch Makarionissi erschien war mir klar: Das liest du nun aber wirklich! Im Regal steht es nun, und wartet darauf, (hoffentlich) noch im Dezember gelesen zu werden. Wie sieht das bei euch aus: Interessiert euch die junge deutschsprachige Literatur?


'Das Jahr des Taschenbuchs' ist eine gemeinsame Aktion von KIELFEDER & DIE LIEBE ZU DEN BÜCHERN, um wieder mehr Aufmerksamkeit und Begeisterung für Taschenbücher zu bewirken. Jeden Monat (im Zeitraum des Jahres 2016) soll mindestens 1 Taschenbuch gekauft und darüber im Blog berichtet werden.


Samstag, 12. November 2016

Denn das Auge liest mit... oder: Warum ich mich nun doch für die Büchergilde entschieden habe

Als bibliophiler Mensch zelebriert man schöne Bücher. Früher wohl eher, indem man sie mit dem Cover nach vorn im Regal platzierte, heute vor allem auch in den Sozialen Medien. Auf Instragram findet man allein unter dem Hashtag #bücherliebe über 125.000 Bilder. Das Interesse an dem haptischen Produkt Buch scheint ungebrochen. Wenn es von einem Buch mehrere Ausgaben gibt, überlege ich vor dem Kauf, welche Ausgabe mir persönlich am meisten zusagt.


Warum es von einem Buch verschiedene Ausgaben gibt, kann ganz unterschiedliche Gründe haben:  Das Taschenbuch ist bei einem anderen Verlag erschienen als die gebundene Ausgabe, ein Verlag relauncht ein älteres Werk seines Programms, Werke werden gemeinfrei und können von verschiedenen Verlagen mit unterschiedlicher Gestaltung herausgebracht werden. 
Die Büchergilde nimmt hier einen besonderen Platz ein, denn ihre Vorgehensweise ist, dass sie Lizenzen beliebter und erfolgreicher Titel einkauft, um diese Titel in hoher herstellerischer Qualität und meist mit besonderer Ausstattung noch einmal neu herauszubringen.


Mir ist die Büchergilde bereits länger ein Begriff und ich habe schon mehrfach überlegt, ihr beizutreten, um dadurch die Möglichkeit zu haben, besondere Ausgaben von Büchern zu erwerben, und dabei aber einen ähnlichen Preis wie im Buchhandel zu zahlen. Natürlich unterliegt Gestaltung aber einem sehr subjektivem Empfinden und nicht jeder empfindet das Gleiche als schön. Zudem hat Tilman von 54Books vor 1,5 Jahren einen Blogpost über die Büchergilde geschrieben, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat, denn die Kritik, die er äußert, ist sehr verständlich.



Auf der Buchmesse in Frankfurt nun hatte ich zum ersten Mal die Möglichkeit, die Bücher der Büchergilde in die Hand zu nehmen und in einige hineinzublättern. Und ich musste zugeben, noch immer gefallen mir nicht alle Ausgaben, die die Büchergilde produziert, aber doch eine gewisse Anzahl. Und als mich die Mitarbeiterin am Stand darauf hinwies, dass Neumitglieder quasi als Willkommensgeschenk 2 neue Bücher für 5€ bekommen, da dachte ich: Okay, ich probiere das jetzt mal aus. Denn über Dinge zu urteilen, die man selbst nicht kennt / nicht gemacht hat, ist ja sowieso eine fragwürdige Einstellung.



Also habe ich mich auf der Messe für zwei Bücher entschiedenen. Die Gestaltung von Das geheime Leben der Bäume hat mich zur Mitgliedschaft bewogen, und das Burger Unser als Willkommensgeschenk zum quasi-Schnäppchenpreis zu bestellen, freute den Geldbeutel. Das Burger Unser ist übrigens ein Beispiel dafür, dass die Büchergilde auch Originalausgaben anderer Verlage vertreibt, ohne diese neu aufzulegen.


Innerhalb weniger Tage hatte ich meine Bestellung sowie das aktuelle Quartalsheft daheim. Als Mitglied der Büchergilde verpflichtet ihr euch quasi, pro Quartal einen Kauf bei der Büchergilde zu tätigen (egal in welcher Höhe, und egal ob Buch, Film, Hörbuch Musik oder Nonbook). Und seien wir ehrlich: alle drei Monate ein Hardcover für 15 bis 20€ zu kaufen, das passiert mir so oder so. Warum dann nicht in besonderer Ausgabe? Zudem kaufe ich gehypte oder gar Bestseller selten direkt nach Erscheinen, sodass ich mit dem späteren Erscheinungsdatum bei den Büchergilde-Ausgaben auch kein Problem habe.


Meinen Quartalskauf für 04/2016 habe ich nun also getätigt, bis März habe ich nun Zeit für die nächste Bestellung. Die Büchergilde hat übrigens auch über 80 Partnerbuchhandlungen, in denen man sich viele Ausgaben vor Ort anschauen/kaufen kann. Leider liegt keine davon in meiner unmittelbaren Umgebung, sodass mir hier nur der Online-Kauf bleibt. Um mir die Entscheidung zu erleichtern, und um euch vielleicht noch ein bisschen neugierig zu machen, hier eine Verlags- und Büchergildenausgaben im direkten Vergleich:

Büchergilde (18,95)   ||   Diogenes (22,00)

Büchergilde (15,95)   ||   Aufbau/Blumenbar (18,00)

 Büchergilde (18,95)   ||   Hanser (21,90)

 Büchergilde (32,00)   ||    Hanser (39,90)

Ich muss aber auch zugeben, dass es einige Covergestaltungen der Büchergilde-Ausgaben gibt, die mir nicht zusagen und mir dementsprechend dort die Originalausgabe besser gefällt:

Büchergilde (17,95)   ||   Luchterhand (19,99)

Büchergilde (19,95)   ||   Hanser (24,90)


Seid ihr Mitglied in der Büchergilde? Oder steht ihr dem eher skeptisch gegenüber? Wie wichtig ist euch die Gestaltung eines Buches? Ich bin gespannt auf eure Antworten und vielleicht habt ihr ja noch den ein oder anderen Tipp für mich, was besondere / bibliophile Ausgaben betrifft!

*Ich werde übrigens von der Büchergilde in keinster Weise gesponsert oder dergleichen. Ich hatte einfach nur Lust, einen ausführlichen Artikel über deren Programm zu schreiben...

Montag, 7. November 2016

Der Lovelybooks Leserpreis 2016: Nominiere jetzt deine Lieblingsbücher!

Nach der Frankfurter Buchmesse: Der Messeblues setzt ein, eventuell hat man sich noch ein paar ganz gemeine Messeviren mit nach Haus genommen, das Wetter wird widriger, die Tage werden kürzer ... doch wie gut, dass es auch in dieser trüben Jahreszeit ein paar Lichtblicke gibt. Und der LovelyBooks Leserpreis ist einer davon!

Die Liste deutscher Literaturpreise ist lang. Um genau zu sein: SEHR LANG. Doch eines haben die allermeisten dieser Preise gemeinsam: Eine (Fach-)Jury entscheidet über die Preisträger. Doch so sehr man mit Fach & Hintergrundwissen an ein Buch herangehen mag, Lesegeschmäcker sind verschieden (Rezeptionsästhetik lässt grüßen, ha!). Deshalb finde ich es prima, dass es mit dem LovelyBooks Leserpreis eine Möglichkeit gibt, seine ganz eigenen Favoriten aus dem letzten Bücherjahr (November 2015 - Oktober 2016) zu nennen, und diesen Büchern so zu neuer Aufmerksamkeit zu verhelfen.


Noch bis zum 10. November können wir also unsere ganz persönlichen Lieblingsbücher nominieren, die im letzten Jahr zum ersten Mal auf Deutsch erschienen sind. In 14 Kategorien (Genres, Titel, Cover...) werden dann die jeweils 35 meistgenannten Titel ermittelt, über die wir dann in einer zweiten Runde bis zum 22. November abstimmen können. Am 24. November 2016 werden schließlich die Preisträger bekanntgegeben. Du hast noch Fragen? LovelyBooks hat dafür ein ganz ausführliches FAQ zusammengestellt.

Ich muss zugeben, dass ich dieses Jahr nicht furchtbar viele aktuelle Bücher gelesen habe und dadurch nicht viele Bücher nominieren kann. In der Kategorie 'Romane' MUSS ich auf jeden Fall Von Ende der Einsamkeit von Benedict Wells nominieren und in der Kategorie 'Kinderbuch' verdient Torben Kuhlmanns kleine Maus Armstrong auf jeden Fall noch viele neue Fans. Mein liebstes Cover und meinen liebsten Titel wähle ich natürlich auch sehr gern.

:: Romane :: Kinderbuch :: Titel :: Cover ::


Neben den eigenen Nominierungen ist der Leserpreis natürlich immer auch eine schöne Möglichkeit, Bücher zu entdecken, die einem bisher durchs Raster gefallen sind. Deshalb auch meine Frage an euch: Welche Bücher habt ihr nominiert? Über welche Preisträger würdet ihr euch besonders freuen? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Donnerstag, 3. November 2016

Frankfurter Buchmesse 2016 | Eine Nachlese

Nachdem ich letztes Jahr nicht auf die Frankfurter Buchmesse fahren konnte, freute ich mich umso mehr auf den diesjährigen Messetrubel: 3 Tage lang nach neuen Büchern stöbern, Autoren über den Weg laufen, bei den Lieblingsverlagen anklopfen und liebe Buchmenschen in den Arm nehmen, denen man hier in 'diesem Internet' mittlerweile schon mehrere Jahre folgt. Und ein kleines Jubiläum gab es auch noch zu feiern: die #fbm16 war meine 5. Messe in Frankfurt. (Man verzeihe mir bei den Bildern, dass ich diesmal nur die Handykamera nutzte).

:: Strandillusionen im Ehrengast-Pavillon ::

Frankfurt wird immer mehr zu dem kleinen großen Familientreffen, von dem in der Branche immer geredet wird. Und dank vieler kleiner und großer Gespräche und Vernetzungen (mist, ich brauch jetzt auch endlich mal Visitenkarten) fühlte sich die Messe für mich wie ein perfekter Kickstarter-Moment an: Das nächste Bücherjahr kann kommen!

:: die üblichen Messemitbringsel ::

(Leider) vergeht bei guten Gesprächen die Zeit immer so furchtbar schnell, sodass dieses Jahr trotz des halben Tages mehr gar nicht mal so viel Zeit zum Stöbern war. Die Wunschliste ist natürlich trotzdem wieder in beschämende Längen gewachsen. Kann ich bitte die gesamte Inselbücherei nach Haus geliefert bekommen? Wer legt mir dieses Jahr das begehrte New York Christmas unter den Weihnachtsbaum? Am Stand des avant-verlages hätte ich mir die d'Orsay Variationen am liebsten direkt mitgenommen und vor lauter Cover-Anschmachterei am Stand des BOHEM Verlages habe ich mir sofort vorgenommen, wieder mehr Bilderbücher zu lesen.

:: Inselbücherei-Ausgaben anschmachten ::

Ein Highlight war für mich dieses Jahr das Bloggertreffen bei Diogenes. Zum einen, weil ich nun weiß, auf welch tolle Bücher ich mich im kommenden halben Jahr freuen kann, zum anderen, weil ich dort so viele Blogger treffen durfte, dass ich das Gefühl hatte, mein Instagram-Feed hätte ein 3D-Upgrade erfahren. Danach bin ich mit Ilke, die ihr vielleicht vom Youtube-Kanal BuchGeschichten kennt, noch ein wenig über die Messe gelaufen und habe mich sehr über unseren Austausch gefreut! Später am Tag habe ich mich übrigens entschieden, nun doch Mitglied in der Büchergilde zu werden. (Ich habe bereits länger überlegt, in die Büchergilde einzutreten. Mehr dazu bald in einem gesonderten Blogpost).


:: #nakedhardbacks bei Diogenes ::

Weitere kleinere Highlights waren für mich die Gespräche am Stand von weissbooks.w und beim mare Verlag, sowie die Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises am Freitagabend, insbesondere dort die niederländische Autorin/Illustratorin/Kabarettistin Joke van Leeuwen, die mit ihrem amüsanten Auftritt sofort die Sympathien aller Anwesenden auf ihrer Seite hatte!

:: Besuch beim mare Verlag || Spannende Ausgaben bei weissbooks.w ::

Eine kleine Enttäuschung war für mich dieses Jahr die Gastland-Präsentation. Vielleicht deshalb, weil ich so eine große Sympathie für die Niederlande hege, gerade auch Niederländisch lerne - da war meine Erwartung vielleicht zu hoch... Aber so schön die bedruckten Strandleinwände auch waren, insgesamt hat mir der Charme gefehlt (den man doch jedes Mal sofort spürt, wenn man in unser Nachbarland reist). Außerdem hätte ich gern in ein paar niederländische Bücher hineingelesen, und nicht bloß in deutsche Übersetzungen.

Ein Geheimtipp war für mich dieses Jahr auf der technischen Seite übrigens die Buchmesse App, die ohne Internet blendend funktionierte und für mich ein exzellenter Kompass über das Messegelände war. So leicht war es bisher nie, Standnummern, Lesungen und Räumlichkeiten zu finden. Müssst ihr euch unbedingt fürs nächste Jahr merken!

Nun aber genug der Worte, jetzt dürfen noch ein paar Bilder sprechen:

:: Zitate zum Mitnehmen bei Mixtvision ::

:: Wells-Wand bei Diogenes ::

:: großes Interesse bei der Pressekonferenz zum Blogbuster-Preis ::

:: Der deutsche Buchpreis...und sein diesjähriger Preisträger Bodo Kirchhoff ::

:: Kirsten Fuchs erhält den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Jugendbuch ::

:: erster Auftritt des deutschen Penguin Verlages || Selfie mit Häsin Miffy @ Diogenes ::

:: Große Präsentation des Hockney Sumo auf der 'The Arts+' Fläche ::

Und wie jedes Jahr (hoffentlich): Nach Messe ist vor der Messe! Vielleicht treffe ich den ein oder anderen von euch bereits in Leipzig, aber die Daten für die nächste FBM sind bereits im Kalender notiert: 11. bis 15 Oktober 2017!

...und noch ein kurzer Nachtrag für die Followerpower: gegrüßt / gesprochen / umarmt habe ich (in ungefähr chronologischer Reihenfolge)
Dani von Brösels Bücherregal | Anja von Der Bücherblog | Flo alias Literarischer Nerd | Mia von Paper.and.Poetry | Sarah von pinkfisch.net | Mareike & Maike von Herzpotenzial | Ilke von BuchGeschichten | Petzi von Die Liebe zu den Büchern | Alexandra vom BücherKaffee | Anabelle von Stehlblüten | Saskia von Who is Kafka? | Vanessa von Vanessas Bücherecke | Ilja von Muromez | Gerard von Sounds & Books | Tobias von Buchrevier | Tilman von 54Books | Mara von Buzzaldrins Bücher | Stefan Mesch | Anka von Ankas Geblubber | ... und wahrscheinlich noch den ein oder anderen, bei dem meine Gesicht-Namens-Zuordnung nicht mehr ganz funktionert hat ;-)
 

Montag, 31. Oktober 2016

Das Jahr des Taschenbuchs: Mein Buchkauf im Oktober [#jdtb16]

Mit einem einzigen Blick auf das Foto erkennt man ziemlich schnell, dass mein monatlicher Buchkauf für Das Jahr des Taschenbuchs diesmal sehr vom Herbst & den Herbstfarben geprägt war. Mit Of Things gone Astray habe ich dieses Jahr nun auch ein englisches Taschenbuch neu ins Regal gestellt und auf die Taschenbuchausgabe von H wie Habicht habe ich sehr lange hingefiebert - diesen Monat ist sie endlich erschienen. Mehr zu den Büchern erfahrt ihr weiter unten.


Of Things Gone Astray ist mir vor einem Jahr in einer niederländischen Bahnhofsbuchhandlung aufgefallen. Erst aufgrund des Covers, allerdings hat mich auch die U4 wahnsinnig neugierig gemacht. Ich wollte damals jedoch nichts kaufen und habe das Buch nur auf die Wunschliste gesetzt. Als ich diese vor kurzem durchscrollte, ist mir das herbstliche Cover wieder aufgefallen und zack! lag das Buch im Einkaufskorb.

On a seemingly normal morning, a group of people wake to find something important to them missing: the front of their house, their piano keys, their sense of direction, their place of work. Meanwhile, after the unexpected death of his mother, Jake finds himself strangely attracted to other people's lost things. But little does he realise his most valuable possession is slipping away from him.

Funny, heartfelt and sublimely imaginative, Of Things Gone Astray ist a captivating fable about modern life's values, and finding the things that really matter.

(Quelle: https://www.harpercollins.co.uk/9780008100377/of-things-gone-astray)

Bereits als ich letztes Jahr dieses Video gesehen hatte, wusste ich, dass ich H wie Habicht lesen muss. Mehrfach hatte ich bereits die Hardcover-Ausgabe in der Hand, aber das Buchbudget ist nun mal gerade knapp bemessen. Umso schöner, dass sich das Warten gelohnt hat und ich die Taschenbuch-Ausgabe nun in gleicher Optik in der Hand halten kann!
 


Der Tod ihres Vaters trifft Helen unerwartet. Erschüttert von der Wucht der Trauer wird der Kindheitstraum in ihr wach, ihren eigenen Habicht aufzuziehen und zu zähmen. Und so zieht das stolze Habichtweibchen Mabel bei ihr ein. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Tier entwickelt sich eine konzentrierte Nähe zwischen den beiden, die tröstend und heilend wirkt. Doch Mabel ist nicht irgendein Tier. Mabel ist ein Greifvogel. Mabel tötet.

Ein Buch über die Erinnerung, über Natur und Freiheit - und über das Glück, sich einer großen Aufgabe von ganzem Herzen zu widmen.

(Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/h-wie-habicht-9783793422983.html)

Geht es euch auch manchmal so, dass ihr Bücher nach jahreszeitlicher Stimmung in die Hand nehmt? So offensichtlich wie diesmal ist mir das jedoch bisher noch nie aufgefallen...


'Das Jahr des Taschenbuchs' ist eine gemeinsame Aktion von KIELFEDER & DIE LIEBE ZU DEN BÜCHERN, um wieder mehr Aufmerksamkeit und Begeisterung für Taschenbücher zu bewirken. Jeden Monat (im Zeitraum des Jahres 2016) soll mindestens 1 Taschenbuch gekauft und darüber im Blog berichtet werden.


Sonntag, 18. September 2016

Das Jahr des Taschenbuchs: Mein Buchkauf im September [#jdtb16]


Der Buchkauf im September für Das Jahr des Taschenbuchs war (mal wieder) von einem Buch bestimmt, welches erst in diesem Monat als Taschenbuch erschienen ist. Auf Heinrich Steinfest wurde ich dieses Jahr vermehrt durch verschiedene Social-Media-Kanäle aufmerksam und nach kurzer Recherche war ich mir ziemlich sicher, dass dies ein neuer Autor für mich sein könnte. Also bin ich gestern flugs in den Buchladen und habe mir Das grüne Rollo besorgt.


Mit einem Ratsch ist es plötzlich da. Vor Theos Fenster bläht sich im Mondlicht ein grünes Rollo. Tagsüber verschwindet es, aber von nun an entrollt es sich jede Nacht um exakt dieselbe Zeit. Theo ist sich sicher, dass dort, auf der anderen Seite des Rollos, eine eigene Welt existiert. Nach schlaflosen Nächten fasst er sich ein Herz und beschließt, in jene andere Sphäre hinüberzusteigen ... In der Tradition von Hoffmanns »Elixieren des Teufels«, »Carrolls Alice im Wunderland« und Kubricks »Space Odyssee 2001« – der neueste Coup von Heinrich Steinfest.

(Quelle: https://www.piper.de/buecher/das-gruene-rollo-isbn-978-3-492-30933-2)

Ich hoffe sehr, dass mir die Geschichte gefallen wird und dass ich dadurch einen neuen deutschsprachigen Autor für mich entdecken kann. Habt ihr schon ein Buch von Heinrich Steinfest gelesen? Oder habt ihr bereits dieses Jahr einen Autor entdeckt, von dem ihr nun alle Bücher lesen möchtet?


'Das Jahr des Taschenbuchs' ist eine gemeinsame Aktion von KIELFEDER & DIE LIEBE ZU DEN BÜCHERN, um wieder mehr Aufmerksamkeit und Begeisterung für Taschenbücher zu bewirken. Jeden Monat (im Zeitraum des Jahres 2016) soll mindestens 1 Taschenbuch gekauft und darüber im Blog berichtet werden.


Montag, 12. September 2016

Ich lese gerade... Die Nachtigall von Kristin Hannah

In einer Woche ist es soweit: Die Nachtigall von Kristin Hannah erscheint auf Deutsch im AUFBAU VERLAG. In den USA ist das Buch mit über einer Million verkauften Exemplaren bereits ein gefeierter Bestseller und dementsprechend hoch ist wohl die Neugier der hiesigen Leserschaft.
Gemeinsam mit einigen anderen Bloggern durfte ich das Buch bereits vorab in Händen halten und bin schon mittendrin in der Geschichte um die Schwestern Isabelle und Vianne, die in Frankreich des zweiten Weltkrieges beide auf ganz unterschiedliche Weise mit der schwierigen Situation umgehen.



Im Vorfeld hatte ich gedacht, dass mir besonders die Kriegssituation nahe gehen oder zumindest eine Gedankenspirale in Gang setzen könnte. Umso überraschter bin ich aktuell, dass es nicht die Kriegssituation an sich, sondern viel mehr die sehr unterschiedlichen Charaktere der beiden Schwestern sind, die mich aktuell am meisten beschäftigen.


Vianne und ihre jüngere Schwester Isabelle könnten unterschiedlicher kaum sein und haben beide auf ihre Weise unter der schwierigen familiären Situation gelitten. Dementsprechend unterschiedlich gehen beide nun mit den Schrecken des Krieges um. Während die 18-jährige Isabelle sich am liebsten aktiv mit allen Mitteln gegen die Nazi-Okkupation wehren möchte und auch keine Scheu vor den deutschen Soldaten hat, ist ihre ältere Schwester Vianne viel vorsichtiger und ängstlicher und versucht mit allen Mitteln, so normal wie möglich weiter zu leben und Konflikten aus dem Weg zu gehen. Auch wenn dies bedeutet, den Forderungen der deutschen Soldaten nachzukommen.

Beim Lesen habe ich mir nun sehr früh im Text darüber nachgedacht, bei wem der beiden meine Sympathien liegen. Besonders mit der Frage im Hinterkopf: Wie hätte ich mich selbst in dieser schwierigen Situation verhalten? Beide Schwestern haben kluge Momente und treffen dann doch auch wieder unverständliche Entscheidungen. Zunächst konnte ich das Verhalten von Vianne aufgrund ihrer Rationalität eher nachvollziehen, doch dann trifft diese eine Entscheidung (S. 167), die mich ziemlich geschockt hat. Sodass ich jetzt gerade doch eher wieder auf Isabells Seite stehe... Meine Sympathien sind bisher beim Lesen nun also ziemlich hin und her gependelt - was ich absolut spannend finde, und was mir beim Lesen grundsätzlich nicht häufig passiert!
Für mich hat der unterschiedliche Charakter der Schwestern auch zu der Überlegung geführt, was in einer Ausnahmesituation überhaupt "richtiges" Verhalten ist...Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, welche Entscheidungen die beiden Schwestern noch treffen werden und wo letztendlich meine Sympathien liegen werden...

Kristin Hannah - Die Nachtigall
Übersetzt von Karolina Fell
Gebunden mit Schutzumschlag, 608 Seiten
Rütten & Loening | 978-3-352-00885-6 | 19,99 €
Verfügbar ab: 19.09.2016