Montag, 29. Dezember 2014

Buch-Challenges 2015

Das neue Jahr steht kurz bevor und damit taucht auch die allseits bekannte Frage wieder auf: 

Was will ich im nächsten Jahr lesen?


Ich habe lange überlegt, ob ich in 2015 an Buch-Challenges teilnehmen möchte oder nicht. 2014 war lesetechnisch kein besonders erfolgreiches Jahr - zu sehr hatte mich das Examen in meinen Lesefreiheiten eingeschränkt, was dann schließlich in eine ziemlich großen Leseunlust mündete....60 Bücher wollte ich lesen, knapp 50 könnten es werden.

Könnten also Challenges helfen, um die Leselust wieder zu entdecken?

Mal sehen. Zumindest an einer Challenge möchte ich definitiv teilnehmen. Der Rest sind eher persönliche Ziele.

Meine persönlichen Leseziele für 2015:
  • mindestens 52 Bücher lesen (ein Buch pro Woche sollte doch drin sein, ha!)
  • davon sollten 3 Bücher mindestens 500 Seiten haben
  • jeden Monat möchte ich mindestens ein Buch auf Englisch lesen
  • jeden Monat möchte ich mindestens 2 verschiedene Genre lesen (reading diversely!)
Meine Challenge für 2015 ist die Buchtitel-Challenge ('What's in a Name 2015'). Diese Challenge existiert bisher nur im englischen Sprachraum, ich möchte sie nun aber ins Deutsche übertragen:
  • Die Challenge geht vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. 

  • Es gibt 6 Kategorien/Aufgaben. Für jede Kategorie muss man ein Buch lesen. Die Kategorien sind:
    • Der Titel enthält die Silbe 'ing' in einem Wort.
    • Der Titel enthält eine Farbe.
    • Der Titel enthält eine Verwandschaftsbeziehung.
    • Der Titel enthält Wasser (in irgendeiner Form).
    • Der Titel enthält eine Stadt.
    • Der Titel enthält ein Tier.

  • Meine Auswahl (alle vom SuB):
    • "ing": Phil Hogan - Die seltsame Berufung des Mr. Heming
    • Farbe: Kerstin Gier - Rubinrot
    • Verwandschaft: Doris Lessing - Die Geschichte von General Dann und Maras Tochter, von Griot und dem Schneehund
    • Wasser: Peter van Gestel - Wintereis
    • Stadt: Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon
    • Tier: Ingrid Noll - Der Hahn ist tot
Weiterhin möchte ich in 2015 zwei größere Leseprojekte engagierter verfolgen:

Rory-Gilmore Challenge


Bei dieser (Langzeit-) Challenge geht es darum, alle Bücher zu lesen, die Rory Gilmore in der Serie Gilmore Girls auch gelesen hat. Da diese Liste 330 Bücher umfasst, könnte das etwas länger dauern. Ich werde dazu noch einen gesonderten Eintrag machen. Wer neugierig ist. Pia von Zeilenblicke hat die Challenge ins Deutsche übertragen und hat einige Infos auf ihrem Blog zusammengetragen.


BBC - The Big Read 


"The Big Read" war eine Umfrage des Britischen Rundfunk (2003), in der nach dem Lieblingsbuch der Nation gefragt wurde. 750.000 Menschen nahmen teil. In den nächsten Jahren möchte ich vermehrt englische Bücher von dieser Liste lesen. Die Top 200 findet ihr HIER.




Über diese beiden Projekte werden Anfang Januar aber noch gesonderte Blogeinträge kommen.

Welche Leseprojekte habt ihr euch für 2015 vorgenommen?





    Freitag, 19. Dezember 2014

    Freitags-Füller #92


    Nun ist er also da, der letzte Freitag vor Heiligabend! Die gröbste Arbeit ist erledigt, die ersten Geschenke sind verpackt und jetzt fehlt eigentlich nur der Duft frischer Tannenzweige im Zimmer...es kann losgehen! Seid ihr schon in Weihnachtslaune? Und wann schmückt ihr euern Baum?

    Habt einen schönen 4. Advent!


    ... die Idee für den Freitags-Füller stammt von Barbara von SCRAP-IMPULSE







    1.   Von vermeintlichen Rückschlägen kann man im Nachhinein durchaus profitieren.

    2.  Meine Einkäufe für die Feiertage sind noch nicht ganz erledigt - den Baum brauchen wir noch...
     
    3.  Ja ist denn das wirklich der Winter? Wann lief ich das letzte Mal durch Schnee?

    4. Glühwein schmeckt mir bei diesen Temperaturen nicht. Und Fruchtpunsch schmeckt mir sowieso besser!

    5.  Eine gesunde Portion Gelassenheit ist oft die Lösung.

    6. Was glauben sie, die Kinder, wenn sie jetzt bald vor dem geschmückten Baum stehen? Der Zauber der Weihnacht - ach, wie gern würde ich den noch einmal erleben...

    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Kauf unseres Christbaums, morgen habe ich einen schönen Tag mit dem Liebsten geplant und Sonntag möchte ich eventuell doch noch einmal Plätzchen backen!


    Dienstag, 16. Dezember 2014

    3x3 am Dienstag #41





    Beim 3x3 am Dienstag zeige ich euch
    neun Alltagsmomente aus den letzten
    Tagen.

    Habt ihr Lust dabei zu sein? Na dann her mit euren Alltagsmomenten! Das Logo dürft ihr dafür gerne übernehmen. 
    Über Verlinkung würde ich mich natürlich freuen!


     © The Lines Between

     mein erster Marc Levy  || recht viel Zeit in Zügen verbracht || beste Kekse der Welt

    Kindheitserinnerungen || Bücher nach Farben sortiert || neue Zeitschrift entdeckt

    Gute-Laune-Frühstück || Graphic Novels  ♥ || Wellness fürs Immunsystem...


    Und euer Alltag so?


    Montag, 15. Dezember 2014

    Montagsfrage 15/12/2014


    Welches war dein liebstes Buch in 2014?




    Zugegeben, so ganz habe ich mir noch keine Gedanken gemacht über Jahresrückblicke und Statistiken. Und es gibt mit Sicherheit mehr als ein Buch, welches ich hier nennen können. Es gibt aber nur ein einziges, an welches ich zunächst kaum Erwartungen hatte, welches mich dann aber mit voller Wucht getroffen hat: 

    Sarah Kuttner - Wachstumsschmerz


    Ich hatte mir das Audiobook aus der Stadtbücherei ausgeliehen - mehr als Zufallsgriff denn als bewusste Entscheidung. Doch je mehr ich in der Story drin war, desto mehr berührte mich die Geschichte von Luise und Flo. (Ganz verdammt ehrlich: mir kommen sogar jetzt beim Schreiben gerade Tränen, obwohl ich die Geschichte schon im August gehört habe...) In 2015 möchte ich mir die Printausgabe zulegen und die Geschichte definitiv noch einmal lesen.

     
     Die Montagsfrage wird aktuell gehostet von Nina // Libromanie.

    Wachstumsschmerz

    AUTOR Sarah Kuttner | GENRE Belletristik
    ERSCHEINUNGSJAHR 2011 | SPRACHE Deutsch 
    VERLAG Fischer | SEITEN 288 | FORMAT Taschenbuch

    € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90
    ISBN: 978-3-596-19417-9


    Sonntag, 14. Dezember 2014

    Christian Zaschke - Little Britain. Notizen von der Insel.



    Christian Zaschke ist eigentlich Auslandskorrespondent der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in London. Weil man in diesem Job aber nicht nur in einem fremden Land arbeitet, sondern natürlich auch Kontakt zu Kultur und Landleuten hat, so liegt es nicht fern, auch über derartige Begegnungen und landestypische Absonderlichkeiten zu schreiben.

    So legte Zaschke im Herbst 2011 - damals noch eher nolens volens und unter dem Titel "Mein Empire" - seine erste SZ-Kolumne über seine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem British Way of Life vor. Und siehe da: seine Kolumne wurde zu einer der "beliebtesten der deutschsprachigen Zeitungslandschaft" (Jakob Rondthaler | der Freitag). Scheinbar haben die Deutschen eine ganz besondere Vorliebe, über undichte Fenster, verspätete Busse, kulinarische Fehltritte und dergleichen zu lesen.

    Im Herbst 2014 nun, 3 Jahre der Veröffentlichung der ersten Kolumne, sind Zaschkes beste Anekdoten dieser Zeit bei Goldmann in Buchform erschienen. Hier berichtet Zaschke über das englische Essen ("365 blutige Steaks"), typisches Wetter ("Manche sagen, der Regen sei biblisch") oder Erlebnisse beim Schlange stehen ("Das gute alte Bargeld").

    Da ich selbst einige Zeit in England gelebt habe, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Doch leider bin ich etwas zwiegespalten, was meine Beurteilung betrifft.
    Zunächst: die optische Gestaltung trifft vollends den Kern der Sache. Die Farben des Covers und die Piktogramme, welche sich auch im Inneren des Buches befinden, machen Lust auf Notizen von der Insel - wie es der Untertitel verrät. "Notizen" ist hierbei (leider) oft wörtlich zu verstehen, denn Zaschkes Stil ist die journalistische Herkunft auch hier anzumerken. An manchen Sätzen hätte man definitiv noch feilen können.



    Zu loben ist aber Zaschkes Beobachtungsgabe, seine Liebe für verschrobene Details und die (zwar wenigen) aber doch prägnanten Dialogfetzen. Auch gefällt mir, dass zumindest einzelne Kolumnen lose verknüpft sind. Grundsätzlich hat man sich doch ein paar Gedanken über dieses Buch gemacht, das merkt man: Zaschkes Vorwort bietet einen guten Einstieg in die Kolumnensammlung und Personen-, Orts-, sowie Sachregister bilden einen netten Anhang für den Leser. - Aber definitiv nur nett und nicht informativ, denn wenn man beispielsweise nach "Stonehenge" blättert, so heißt dies noch lange nicht, dass man auch wirklich etwas über Stonehenge erfährt. Zaschkes Stil im Kurzformat: vom Hölzchen aufs Stöckchen und wieder zurück.

     Ich finde es schwierig, dieses Buch gleichermaßen für alle Leser zu empfehlen. Man muss Zaschkes Stil mögen und auch die englische Kultur sollte einem nicht völlig fremd sein.
    Mein Fazit fällt deshalb diesmal zweigeteilt aus:


    Für wahre Englandfans, für Wenig-Leser, für Geschenke-Sucher, für Männer:



    Für Noch-Nie-Nach-England-Gereiste, für Kritiker, für Frauen:




    Little Britain. Notizen von der Insel

    AUTOR Christian Zaschke | GENRE Unterhaltung
    ERSCHEINUNGSJAHR 2014 | SPRACHE Deutsch 
    VERLAG Goldmann | SEITEN 192 | FORMAT Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

    € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90
    ISBN: 978-3-442-31379-2


    Mittwoch, 10. Dezember 2014

    Marc Levy - Die zwei Leben der Alice Pendelbury


     


    Dezember 1950. Alice Pendelbury, thirtysomething, lebt in Brighton und kommt mit dem Erfinden von Parfums mal mehr mal weniger gut über die Runden. Doch nun ist Dezember und Alice und ihre Freunde wollen am Brighton Pier die Alltagssorgen ein wenig vergessen. Doch dann besucht Alice dort das Zelt einer Hellseherin, deren Prophezeiung ihr Leben komplett auf den Kopf stellen wird:


    Alice kann diese Prophezeiung schließlich nicht mehr vergessen und reist (mit männlicher Begleitung!) nach Istanbul, um dort Antworten auf ihre Fragen zu finden. Eine spannende Suche beginnt!


    Mit Alice Pendelbury ist Marc Levy eine außergewöhnliche Protagonistin gelungen. Feinfühlig, neugierig, unkonventionell und dabei sehr charmant spielt sie sich dem Leser schnell ins Herz. Aber auch der männliche Hauptcharakter, Ethan Daldry, erhält durch seine leicht hölzerne, verschrobene aber liebenswerte Art schnell die Sympathien der Leser. Levy hat hier nicht bloß Charaktere, sondern Menschen geschaffen, und allein deshalb erhält der Roman Pluspunkte.

    Aber nicht nur die Charaktere, auch die Dialoge sind faszinierend. Hier und da vielleicht ein wenig außergewöhnlich oder teils unglaubhaft, aber auch sie machen diesen unglaublichen Charme der Geschichte aus.

    Als dritter Aspekt muss die Atmosphäre, welche das Buch vermittelt, gelobt werden. Zugegeben, ich war noch nie in Istanbul, aber Levy vermittelt ein sehr authentisches Bild dieser Stadt und nie habe ich an seinen Darstellungen gezweifelt. Zu gern würde ich jetzt nach der Lektüre selbst dorthin reisen!

    Die Geschichte funktioniert in großen Passagen sehr gut: Levy kann sich auf seine Protagonistin und auf atmosphärische Details konzentrieren, ohne das der Spannungsbogen abflacht. Im letzten Viertel funktioniert dies leider nicht mehr: indem Levy die Geschichte auf 36 Seiten in Folge als Briefroman gestaltet, verspielt er leider teilweise die Aufmerksamkeit des Lesers.

    Das Ende hingegen kommt dann wieder viel zu schnell. Zwar ist die Auflösung keineswegs an den Haaren herbeigezogen, aber im Verhältnis zum Tempo der Seiten 1-250 geht am Ende alles ein bisschen schnell. Sehr gern hätte ich 100 Seiten mehr gelesen!


    Eine atmosphärische Geschichte mit interessanten Charakteren, die perfekt in diese Jahreszeit passt. Spannend erzählt, aber auch zum Nachdenken anregend. Einen Stern Abzug gabs aufgrund der überhetzten Handlungsauflösung, ansonsten aber uneingeschränkt zu empfehlen. Ich werde definitiv mehr von Marc Levy lesen!

     


    Die zwei Leben der Alice Pendelbury

    AUTOR Marc Levy | GENRE Unterhaltung/Abenteuer
    ERSCHEINUNGSJAHR 2014 | SPRACHE Deutsch (orig. Französisch)
    ORIGINALTITEL | L'étrange yovage de Monsieur Daldry
    VERLAG Blanvalet | SEITEN 352 | FORMAT Taschenbuch

    € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90
    ISBN: 978-3-442-38028-2


    Freitag, 28. November 2014

    Freitags-Füller #91


     Fahrradfahren ohne Handschuhe ist mittlerweile ziemlich unangenehm. Auf dem Schreibtisch steht jetzt die obligatorische Thermoskanne mit warmem Tee. Vor dem Fenster haben die Vögel nun doch den Meisenknödel entdeckt. Nur die große fette Amsel schert sich um nix.
    Ich lasse die Gedanken treiben und wenn ich nicht aufpasse, fange ich an Weihnachtslieder zu summen.

    Habt einen schönen 1. Advent!


    ... die Idee für den Freitags-Füller stammt von Barbara von SCRAP-IMPULSE







    1.  Heutzutage kann man  fast alles im Internet bestellen. Fluch oder Segen?

    2.  Ohne zu lesen fühle ich mich sehr unausgeglichen und deswegen lese & höre ich meist gleich bis zu vier Bücher gleichzeitig

    3.  Whats App ist bei Fernbeziehungen eine große Hilfe. Auch wenn ich wünschte ich wäre nicht so sehr davon abhängig.

    4.  Manchmal wünschte ich, ich könnte Ballett. Wenn ich mir Clips im Internet zu Ballett anschaue, komme ich mir manchmal wie ein Tollpatsch vor.

    5.  Mein Adventskranz wird am Wochenende ziemlich spontan kreiert.

    6.  Momentan fühle ich mich, als bräuchte ich das ganze Wohlfühlprogramm. Wie gut, dass wir den November mit so viel Sonnenschein überstanden haben.

    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Zugfahrt zum Liebsten, morgen habe ich einen Opernbesuch geplant und Sonntag möchte ich mit der Kamera Gent erkunden !


    Mittwoch, 26. November 2014

    Die Frage nach dem Adventskalender.....




    Die letzten Tage im November stehen bevor und so langsam müssen wir uns entscheiden: Adventskalender ja oder nein?

    Vielleicht zählt ihr euch zu den Glücklichen, die wissen, dass sie vom Herzmenschen, von der besten Freundin oder dem lieben Mitbewohner einen Kalender geschenkt bekommen.
    Wir anderen hingegen müssen überlegen: lege ich mir selbst einen zu? Reicht mir der mit Schokolade vom Supermarkt? Will ich lieber was Exquisiteres? Und wie viel Geld sind mir diese kleinen täglichen Überraschungen eigentlich wert?

    Irgendwie verspürte ich dieses Jahr keine Lust, mir einen mit Süßigkeiten gefüllten Kalender zuzulegen (ich vertrage keine braune Schokolade, die schönsten Exemplare fallen deshalb sowieso immer weg....). Gleichzeitig möchte ich mich im Dezember wieder mehr mit Literatur beschäftigen → also flix die Recherchekiste angeworfen und heraus kam dieses feine Exemplar:



    Wer wie ich klassische Autoren & Erzählungen mag, oder wer sich gerade an klassische Autoren (u. a. Mann, Storm, Agatha Christie) herantasten möchte, für den ist dieser Sammelband vielleicht genau das Richtige.

    Und....psssst....die E-Book-Version kostet gerade nur 1,99€!


    Wer vielleicht noch Inspiration in diese Richtung braucht, kann mal bei WAS LIEST DU vorbeischauen, den dort finden sich gerade noch mehr Literarische Adventskalender.

    Habt ihr einen Adventskalender?




    Juliane Beckmann (Hrg.) 
    Der klassische Adventskalender. 24 Geschichten bis zum Fest.
    (Fischer Klassik)
    Sammelband (TB / E-Book)
    € (D) 10,00 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
    ISBN: 978-3-596-90557-7

    Dienstag, 25. November 2014

    3x3 am Dienstag #40





    Beim 3x3 am Dienstag zeige ich euch
    neun Alltagsmomente aus den letzten
    Tagen.

    Habt ihr Lust dabei zu sein? Na dann her mit euren Alltagsmomenten! Das Logo dürft ihr dafür gerne übernehmen. 
    Über Verlinkung würde ich mich natürlich freuen!


     © The Lines Between

      der Beginn einer lang ersehnten Reise  || Mitbringsel aus Belgien || Endlich morgens wieder mehr Zeit

    erstes weihnachtliches Essen || Gedanken treiben lassen || in Antwerpen herumspazieren

    Umkleiden mit Stil || aktuelle Lektüre || süße Parade mit Suchtpotential


    Und euer Alltag so?


    Mittwoch, 19. November 2014

    Julia Engelmann - Eines Tages, Baby



    AUTORIN  Julia Engelmann | GENRE Lyrik / Poetry Slam Texte
    ERSCHEINUNGSJAHR 2014 | SPRACHE Deutsch
    VERLAG Goldmann Verlag | SEITEN 96 | PREIS 7,00 € (Klappenbroschur)



    Wenn du in sozialen Netzwerken aktiv bist, so ist dir der Name Julia Engelmann dieses Jahr wahrscheinlich schon begegnet. "One Day" heißt ihr Text, mit dem sie bereits letztes Jahr beim 5. Bielefelder Hörsaalslam auftrat, mit dem sie aber erst dieses Jahr durch ein virales Video deutschlandweit bekannt wurde.




    Schließlich bekam Julia Engelmann durch die Popularität und Medienwirksamkeit ihres Textes die Gelegenheit, ihre Gedichte in einem kleinen Büchlein zu veröffentlichen. In diesem Buch finden sich jüngere und ältere (Slam-)Texte Engelmanns, die sie aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz schöpft: Probleme des Aufwachsens, die Beziehung zu den Eltern, Verliebtsein, Zukunftsängste......



    Natürlich drängt sich hier die Frage auf, ob dieses Buch seine Berechtigung hat, oder ob man versucht hat, aus einem Hype noch ein bisschen mehr Profit zu schlagen. Meine Meinung dazu: Julia Engelmann ist kein One Hit Wonder. Zwar haben eindeutig nicht all ihre Texte die gleiche Sogkraft und Ästhetik wie "One Day", doch ihre Bilder sind gut gewählt und die Themen aus dem Leben gegriffen. Besonders das Mutmachende und die positive Grundhaltung hat mir an den Texten gefallen. Die Aufmachung des Buches ist gut gewählt, Engelmanns Strichmännchen geben dem Ganzen eine persönliche Note.

    Allerdings habe ich auch ein paar Kritikpunkte anzumerken. Manchmal verschiebt sich die Thematik innerhalb eines Textes zu sehr - da ist man als Leser verwirrt, was denn jetzt die Grundaussage sein soll. Außerdem ist anzumerken, dass nicht alle Texte auf gleichem Niveau sind (es sei Engelmanns jungen Jahren verziehen) - da wären ein paar Jahreszahlen zur Orientierung vielleicht ganz nett gewesen. Bereits bei "One Day" haben wir gemerkt, dass Engelmanns Texte von der kalkulierten Rhythmik leben. Diese kommt in gedruckter Form natürlich etwas kurz. Ich bin dann dazu übergegangen, die Texte laut zu lesen - und war emotional gleich viel involvierter.

    In die CD-Variante habe ich nur kurz reingehört, würde aber eher davon abraten. Engelmann liest ihre Texte, wie sie sie auf der Bühne performen würde: sehr schnell, sehr fließend, wenig greifbar.



    Ich bin mir nicht recht sicher, ob ich dieses Buch empfehlen soll oder nicht. Mir gefällt die Aufmachung und die Gestaltung und manche Texte regen zu tieferem Nachdenken an. Für junge Menschen und Wörter-Liebhaber sicherlich eine schöne Geschenkidee. Menschen, die selbst schreiben, sollten sich dies auch mal anschauen. Allerdings habe ich persönlich doch mehr erwartet - bessere Texte, ein besseres Lektorat oder eine ehrliche Datierung.




    Julia Engelmann
    Eines Tages, Baby
    Taschenbuch, Klappenbroschur, 96 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
    mit s/w-Illustrationen
    ISBN: 978-3-442-48232-0 € 7,00 [D] | € 7,20 [A] | CHF 10,50
    Goldmann Verlag
    Erscheinungstermin: 19. Mai 2014 

    Dienstag, 4. November 2014

    Monatsrückblick Oktober 2014



    Gelesen



    Daniel Glattauer - Alle sieben Wellen


     
    Kathinka Buddenkotte - Mit leerer Bluse spricht man nicht

     

    Sally Nicholls - Wie man unsterblich wird

     

    Julia Engelmann - Eines Tages, Baby




    Begonnen

    Leonie Swann - Dunkelsprung

    David Levithan - Das Wörterbuch der Liebenden

    Christian Zaschke - Little Britain


    Gehört


    Paolo Giodano - Die Einsamkeit der Primzahlen 


     
    Nicholas Butler - Shotgun Lovesongs



    Gesehen

    P.S. Ich liebe dich

    Phoebe im Wunderland

    The Hunger Games

    Und wenn wir alle zusammenziehen?


    ...weil Phoebe im Wunderland so toll war, aber wohl recht unbekannt, hier der Trailer für euch:

     

    Freitag, 24. Oktober 2014

    Freitags-Füller #90

    ... die Idee für den Freitags-Füller stammt von Barbara von SCRAP-IMPULSE







    1.  Wenn ich  mehr Freizeit hätte, würde ich mich gerne kreativer ausleben.

    2.  Doch im Moment bin ich froh, ein wenig Zeit zum Lesen und Stricken zu finden.

    3. Der große Unterschied  wird oft durch die kleinen Momente geprägt.

    4.  Nach einer stressigen Zeit sollte man sich definitiv etwas gönnen, zur Belohnung.


    5. Meine Familie lebt leider ziemlich weit weg.

    6. Nächste Woche ist Halloween und ich muss mal wieder arbeiten.

    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Film den ich mir ausgeliehen habe, morgen habe ich das obligatorische Haushalts-Update geplant und Sonntag möchte ich dann meine Geschichte outlinen -> NaNoWriMo, dieses Jahr wird es endlich ernst !


    Dienstag, 21. Oktober 2014

    3x3 am Dienstag #39




    Beim 3x3 am Dienstag zeige ich euch
    neun Alltagsmomente aus den letzten
    Tagen.

    Habt ihr Lust dabei zu sein? Na dann her mit euren Alltagsmomenten! Das Logo dürft ihr dafür gerne übernehmen. 
    Über Verlinkung würde ich mich natürlich freuen!


     © The Lines Between

      Spaghetti-Liebe || Buchmessen-Erinnerungen || Wieder ein Buch beendet

    neue Experimentierfreude || der letzte Flohmarkt dieses Jahr || ruhige Momente genießen

    Überraschungspost erhalten || den leckersten Kuchen der Welt gebacken || überlebensnotwendige Notizen


    Und euer Alltag so?


    Sonntag, 19. Oktober 2014

    Sweet Sunday || Beeren-Schmand-Kuchen


    Manchmal hat man sonntags vielleicht Lust, einen Kuchen zu backen, aber gar nicht so viele Schleckermäuler, die diesen dann auch essen können. Eine wunderbare Lösung sind da Kleine Blechkuchen-Rezepte.


    Wenn ihr euch dieses Backbuch anschafft, so bekommt ihr die passende Form gleich dazu. Diese ist halb so groß wie ein normales Backblech (nur 20x30 cm) und: sie passt in einen Fahrradkorb und ist deshalb auch super zu transportieren.

    Heute gibt es die Anleitung für mein aktuelles Lieblingsrezept aus diesem Buch:

    ACHTUNG Wenn ihr nur ein normal großes Backblech habt, dann müsst ihr die Zutaten verdoppeln!

     

    1) Den Backofen auf 180°C vorheizen (Umluft 160°)

    2) Die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Die Butter in Würfeln unter die trockenen Zutaten heben. Ein Ei verquirlen und die Hälfte davon in den Teig geben.

    3) Die Mischung mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. Dies geht leichter, wenn die Butter kalt ist.

    4) Zwei Drittel der Streuselmasse auf dem gefetteten Backblech verteilen & andrücken.

    5) Das Blech auf einen Rost stellen und auf mittlerer Schiene 15 Minuten vorbacken. Danach circa 15 Minuten auskühlen lassen.

    6) Für die Creme den Schmand, das Ei, die Hälfte vom verquirlten Ei, Zucker und Zitronenschale verrühren. Auf dem abgekühlten Kuchenboden verteilen.

    7) Die (tiefgekühlten) Beeren auf der Creme verteilen.

    8) Die restliche Streuselmasse darüber streuen.

    9) Bei gleicher Backtemperatur in etwa 25-30 min fertig backen.
     

    © The Lines Between


    Samstag, 18. Oktober 2014

    Ein Buch für Kinder - doch ganz ohne Bilder?!?


    Zugegeben, diese Vorstellung klingt auf den ersten Blick nicht besonders vielversprechend. Doch seht selbst, was B.J. Novak aus diesem Konzept gemacht hat:


    The Book with No Pictures, erschienen am 30. September 2014, scheint ein mutiges aber gelungenes Experiment zu sein, welches deutlich macht, wie wirkungsvoll vorlesen sein kann. Und weil das nicht nur ich so sehe, sondern ein paar Menschen mehr, gibt es sogar eine EIGENE WEBSITE ÜBER DAS BUCH, auf der man sich näher darüber informieren kann. Daumen hoch!


    Donnerstag, 16. Oktober 2014

    Wort-Schatz #10




    ...heute mal ein weiteres Exemplar aus der Reihe 'oft gesagt - nie geschrieben'....

    Ohne welches eher ungewöhnliche Wort kommt ihr momentan nicht durch den Alltag?

    Sonntag, 12. Oktober 2014

    Julian Sedgwick - Mysterium. Der schwarze Drache.








    AUTOR  Julian Sedgwick | GENRE Jugendbuch (ab 10)
    ERSCHEINUNGSJAHR 2014 | SPRACHE Deutsch (orig. Englisch)
    VERLAG Aladin Verlag| SEITEN 328| PREIS 14,90 € (Gebunden)
    Leseprobe: Klick!



    In seiner Schule in London ist der zwölfjährige Danny Woo eher ein Außenseiter. Zu Hause fühlt er sich in der Welt des MYSTERIUM: der Zirkus, dem seine Eltern angehörten. Doch tragischerweise sind seine Eltern bei einem rätselhaften Brand ums Leben gekommen - und auch die Welt der Trickkünstler und Artisten bietet nun keinen Halt mehr.
    Danny zieht zu seiner Tante Laura, einer Journalistin, die gerade an einem Bericht über die chinesische Mafia schreibt. Als Laura nach Hongkong reisen muss, nimmt sie Danny mit. Doch mit der chinesischen Mafia ist nicht zu spaßen und plötzlich ist Danny in ein riesiges und gefährliches Abenteuer verstrickt. Kann er dem seltsamen Mädchen Sing Sing vertrauen? Und wer ist eigentlich dieser Mann im weißen Anzug, der sie zu verfolgen scheint...


    Mysterium. Der schwarze Drache. ist ein Buch, welches einerseits seiner jungen Zielgruppe gerecht wird, andererseits aber doch einiges von seinen Lesern abverlangt. Das sollte ich vielleicht erläutern:
    Danny ist ein Junge, mit dem sich sicherlich viele Kinder / Jugendliche identifizieren können. An seiner Schule ist er eher ein Außenseiter, doch es zeigt sich im Verlauf der Geschichte, dass Danny einiges auf dem Kasten hat und dass man ihn als Leser auch bewundern kann. Als spannungssteigerndes Element ist die Geschichte im Präsens geschrieben, sodass man als Leser noch näher am Geschehen dran ist.

    Grundsätzlich ist die Gestaltung des Buches der Zielgruppe entsprechend: die Schrift ist angenehm groß, die Kapitel haben Titel und meist zwischen 6 und 15 Seiten und ein Glossar am Ende des Buches hilft über schwierige Fachbegriffe (zum Beispiel der Welt des Zirkus oder der Mafia) hinweg. Großes Lob auch für die Gestaltung der Innenseite des Einbandes, die einen sofort mit in die Welt nach Hongkong nimmt!

     
    Segwicks Charaktere haben mir gut gefallen. Wie schön, endlich mal wieder ein Buch mit einem Jungen als Protagonisten zu lesen. Aber auch für die Mädels ist die Geschichte etwas, denn mit Sing Sing hat Danny einen interessanten weiblichen Charakter an der Seite. Als erwachsener Leser merkt man aber doch, dass die (bösen) Nebencharakter allesamt sehr stereotypenhaft bleiben. Dies finde ich nicht schlimm, unterscheidet sich aber von anderen Meinungen die ich über das Buch gelesen habe. Major Zamora stellt den sprücheklopfenden und etwas exzentrischen Sidekick-Charakter für Danny dar. Er ist eine sehr liebenswerte Figur, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass seine Sprüche etwas moderner sind. 
    Apropos modern: an manchen Stellen kam mir die Übersetzung aus dem Englischen etwas altbacken oder ungelenk vor ("zwei Treppenfluchten", S.120) da hätte man sich meiner Meinung nach mehr an einem jugendlichen Ton orientieren können.

    Es spricht also einiges für die angegebene Zielgruppe, allerdings geht es doch auch ganz schön gefährlich zu. Das Glossar finde ich einerseits hilfreich, aber erstens sind einige schwierige Ausdrücke ("Kalligrafie") nicht darin aufgenommen und zweitens findet man vorne im Buch keinen Hinweise auf das Glossar. Gerade auch wegen der spannenden Kapitelüberschriften wäre ein Inhaltsverzeichnis also wünschenswert gewesen.

    Und um noch eine Bemerkung über das Ende zu verlieren: die Auflösung der Geschehenisse hat mir gut gefallen. Besonders, dass es keinen Cliffhanger gibt, obwohl das Buch der Auftakt einer Trilogie (?) ist. Allerdings hatte ich im letzten Viertel des Buches das Gefühl, dass Sedgwick sich entweder an eine Seitenvorgabe halten musste oder die Geschichte endlich mal zu einem Ende bringen wollte, dem im Vergleich zu den Seiten davor nimmt der Detailreichtum doch etwas ab. 


    Eine spannende Geschichte, die Jungen und Mädchen gleichermaßen ansprechen wird. Sedgwick schafft eine authentische Atmosphäre, die junge Leser trotzdem nicht überfordert. Grundsätzlich würde ich das Buch für 10-14 Jahre empfehlen. Die Bösewichte bleiben zwar stereotypenhaft, Gewalttaten kommen aber trotzdem vor. Das Buch ist sicherlich kein All-Ager, aber auch definitiv kein reines Kinderbuch. Ein großes Lob auch noch einmal für die Gestaltung des Buches und für das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.


    Übrigens gibt es auch einen sehenswerten Trailer zum Buch:


    Übersetzt von Henning Ahrens
    Hardcover, 328 Seiten
    ISBN: 978-3-8489-2037-2
    ab 10 Jahre
    14,90€ / 15,40€ / 21,90CHF
    September 2014